Antje Wichtrey: "Alleine auch mit dem Horizont"

Der Titel entstammt dem Tagebuch von Albert Camus. Eine existenzialistische Kargheit ist typisch für die Bilder der 1966 geborenen Antje Wichtrey. Mit Vorliebe illustriert sie Texte. Ihre Figuren wirken stets verloren. Eingesetzt in eine Landschaft sind sie ihrem Schicksal stumm ausgeliefert. Die unbarmherzige Landschaft Andalusiens, in der sie seit über drei Jahrzehnten zu Hause ist, hat ihre Bildwelt geprägt. Ihre Kunst greift oft engagierte Themen auf, aber die Menschen darin bleiben alleine mit ihrer Freiheit.

Farbholzschnitt, 2010 entstanden, Auflage 30, auf Japan 49 x 63,5 cm, Abbildungsgrösse 30 x 48 cm. EUR 300.- ohne Rahmen; im Halbe-Magnetrahmen in Ahorn Natur, mit Antireflex-Acrylglas EUR 420.-.

Ricardo Benaim

Ricardo Benaim, 1949 in Caracas geboren, lebt und lehrt heute in New York. Er gehört zu den bekanntesten Künstlern Lateinamerikas und war stets mit den sozialen Bewegungen seiner Heimat verbunden. Anfang der achtziger Jahre studierte er in Paris die verschiedenen Druck- und Radiertechniken. In den darauffolgenden Jahren entstanden seine Collagen auf Papier. Verschiedene, manchmal gerissene handgefertigte Papiere, teils im Prägedruck, teils im Siebdruckverfahren bearbeitet, bilden die Grundlage meist landschaftlicher Stimmungen. Die verschiedenen Papiere gestalten Räume. Aufgebrachte Briefmarken, verschiedene Stempel und Schriftzeichen, die eingedruckte Kogge unterstreichen die Abfolge von Land, Meer und Gebirgen. Auch wenn die Collagen in Serie entstanden sind, sind sie inviduell gestaltet und tragen Unikatcharakter.

Ricardo Benaim, Collage auf Papier, 70 x 50 cm, eines von 99 num. Exemplaren, signiert, EUR 250.-.ohne Rahmen; im Halbe-Magnetrahmen in Schwarz, mit Antireflex-Acrylglas und freigestellt im Passepartout  EUR 370.-

 

Jo Bukowski: auf und ab

Man muss schon zweimal hinschauen, aber dann lassen einen die Bilder des 1956 in Bielefeld geborenen Jo Bukowski nicht mehr los. Selten mehr als zwei geometrische Farbflächen gestalten das Bild. Breite Farbflächen bilden eine Textur an der Oberfläche. Dann bekommt das Bild seine dritte Dimension: Linien, die in die Tiefe gehen. Sie verbinden nicht einfach die Flächen. Sie führen vielmehr über die Fläche hinaus und bekommen ein Eigenleben.

Bukowskis Bilder erzählen keine Geschichten. Es gibt keine Verbindung zu Ereignissen oder zu Mythen. Und doch haben die Bilder Inhalt. Es sind die Linien, die auf vielfältige Weise gelesen werden können: als plan- und ziellos irrende Lebenslinien, als Linien, die Menschen, Orte und Ereignisse verbinden, als Linien, die ein unterirdisches Wurzelgeflecht bilden, als Linien, die vom Dunklen ins Helle streben und vieles mehr. Und wie das Leben, haben die Linien einen Rhythmus: manchmal kleinzackig, nervös und ängstlich, oft grosszügig beschwingt und Ruhe ausstrahlend.. Die Linien Bukowskis sind ein radikal reduziertes Gleichnis vom Leben, nicht nur dem des Menschen.

Die Kunst Bukowskis zeigt so die auf das Wesentliche reduzierte Struktur. Der Betrachter fühlt sich darin aufgenommen. Die warmen Farbtöne der Flächen leisten dazu ihren Beitrag. Nichts stört dabei. Das Nachdenken darüber, an welchem Punkt auf der Linie man sich gerade befindet, kann beginnen.

Jo Bukowski, Linien, Farbholzschnitt, 2001, unten rechts signiert und datiert, Unikat, 40 x 40 cm, unverkäuflich.


Christa Wolf zum 65.

Zum 65. Geburtstag einer Frau bat Gerhard Wolf Künstlerfreunde um einen Beitrag für einen Geburtstagsstrauss. Für Christa Wolf, die sich in der DDR stets für eine liberale Kulturpolitik eingesetzt hatte, war dies eine schwere Zeit. Sie, die nur für Ihre Leser da sein wollte, die die humanen Werte sozialistischer Tradition bewahren wollte, wurde von konservativen Kräften in einem Mass angefeindet, wie es Stasi und SED-Bürokratie nicht vermocht hätten. Rückzug aus der Öffenlichkeit und Krankheit prägten diese Zeit.

Ein Blatt für C. W. Herausgegeben zum 65. Geburtstag von Christa Wolf    Berlin, Gerhard Wolf Janus press, 1994. 19 signierte Originalgrafiken. Imperial-Folio (62 x 58 X 4cm), OHLeinen-Flügelmappe. 2000,00 €

Grafiken von Manfred Butzmann (Pankower Dächer, Radierung), Carlfriedrich Claus (Brief an Christa, farbige Radierung auf Japanpapier), Wieland Förster (Flugbild: Daktylogramme), Dieter Goltzsche "Dem Leben fehlt einfach die Monotonie der Museen", Siebdruck), Günter Grass (Tagundnachtschatten, Lithographie), Hartwig Hamer (Landeinwärts, Radierung), Angela Hampel (o. T., Algraphie), Hil de Gard (DURCHEINANDER, farb. Siebdruck), Martin Hoffmann (Schatten Spiegelungen, Algraphie in vier Tönen), Alfred Hrdlicka (für C. W., Radierung), Horst Hussel für C. W., Radierung), Joachim John (Römische Skizze, Kaltnadelradierung), Helge Leiberg (o. T., zweifarbige Lithographie), Franz Mon (Vergabelung, Offsetdruck nach Collage), Nuria Quevedo (Estrellita de Mar para Christa, Radierung), Anneliese Schöfbeck (Klosterruine auf Hovedoya im Oslofjord, Radierung), Helga Schröder (Hommage für Christa Wolf, farbige Radierung), Klaus Sobolewski (Christas Buch, Radierung) und Karla Woisnitza (für C. W., zweifarbige Lithographie). Jew. handsign., num. und meist betitelt. Alle Arbeiten entstanden 1993/1994. Jede Grafik in ein mit dem Namen des Künstler typographisch bezeichnetes Doppelblatt eingelegt. Gafiken in verschiedenen Formaten und auf verschiedenen Papieren. Eines von 50 num. Ex. (GA 90). - Grafiken und Mappe in sehr gutem Zustand, die als Hüllen dienenden Doppelblätter gelegentlich mit leichten Knitterspuren, die von Helge Leiberg mit einer Knickspur.

Otto Pankok sieht Maxim Gorki

Zeitlebens stellte Otto Pankon (1893 - 1966) Menschen dar, deren Leben sich am Rande der Gesellschaft abspielte. Ohne falsches Pathos und ohne Sentimentalität gibt er ihnen Würde und Anmut. Themen und Linienführung erinnern an sein grosses Vorbild van Gogh. Auch Gorki bekannte sich stets zu seiner ärmlichen Herkunft, und geradlinieg, wie er bei Pankok blickt, versuchte er seine Wahrheit gegen Verfolgung und Anfeindung durchzusetzen.

Otto Pankok: Max Gorki, von vorne. 1947.

Holzschnitt. Darstellung 30 x 14,7 cm. Blattgrösse: 50,7 x 34,2 cm. Auf gelblichem, japanähnlichen Velin. Signiert. - Eines von 328 Ex. der Auflage für die Griffelkunst Vereinigung, Hamburg. - Zimmermann WH 235.
EUR 400

Otto Rohse: Toskana ohne Romantik

Nach seinen ersten Italienreisen Anfang der 1960-er Jahre erlernte Otto Rohse autodidaktisch die Technik des Kupferstichs. Andere Techniken schienen im ungeeignet zu sein, um das, was er in Italien sah, darzustellen. Er wollte keine opulenten Bilder wiedergeben, keinen Kitsch und keinen überflüssigen Pomp. Mit wenigen zarten Linien, ähnlich denen einer Bleistiftzeichnung, reduziert er Städteansichten (u. a. Florenz, Siena, Pisa), Landschaften und Pflanzen bzw. Bäume auf das Wesentliche.

Rohse, Otto: Toskana. 1985. 27 (teils farb.) Kupferstiche auf gelblichem Kupferdruckpapier, unter Passpartout. Blattgrösse ca. 33,5 x 47 cm, Plattengrösse von 28 x 17 cm bis 28,5 x 36 cm. Fol., lose in Mappe. 2700.- €
Eines von 45 Ex. Alle Bll. von Rohse sign. und num.

Josef Eberz: Drei Radierungen

Assisi

Eberz (1880 – 1942), heute fast vergessen, gehörte zu den führenden Expressionisten seiner Zeit. Seit 1907 gehörte er zum Kreis von Adolf Hölzel, später war er Mitglied der Neuen Münchner Secession und der Künstlervereinigung ‚Das junge Rheinland’. Anfang der 1920-er Jahre unternahm er mehrere Reisen nach Italien, in deren Zusammenhang auch die hier vorgestellten Radierungen zu sehen sind. Er war fasziniert von der umbrischen Landschaft. In der Nazizeit galt Eberz als ‚entarteter Künstler’. Er starb einsam und verbittert. Seine Wohnung und sein Atelier brannten bei einem Bombenangriff aus.

Eberz, Josef: Im Seebad. 1920. Plattengrösse 13 x 16,5 cm / Blatt 23, 5 x 30 cm unter Passepartout. € 280.-

In den Platte rechts unten signiert und datiert, darunter handsigniert und dat.

Eberz, Josef: Petersfriedhof 1 (Salzburg). 1922. Plattengrösse 19,5 x 15,5 cm / Blatt 24,6 x 32,5 unter Passepartout. € 380.-

In den Platte rechts unten signiert und datiert, darunter handsigniert und dat. Handschriftlich num (69/100) und verso bezeichnet.

Eberz, Josef: Assisi. 1920/21. Plattengrösse 24,5 x 32,5 cm / Blatt 37 x 50 unter Passepartout. € 450.-

In den Platte rechts unten signiert und datiert (21), darunter handsigniert und dat. 20) Links unten handschriftlich num (37/40) und bezeichnet (abgebildet in "Josef Eberz in Italien", S. 43).tl_files/galeriejoy/grafik/Eberz Petersfriedhof.jpg

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Ernst Hassebrauk: Damenbildnis (Charlotte)

1932 lernte Ernst Hassebrauk (1905 - 1974) seine spätere Frau Charlotte kennen, drei Jahre später heirateten sie. Im Kunstbetrieb der Zeit war für ihn kein Platz. Deshalb verbrachten sie den den Rest des Jahrzehnts vor allem auf Reisen.  Zwei ReiseN führten auch zu Otto Dix an den Bodensee. Hassebrauks Freude an opulente Farbigkeit ist sicher vom Dix jener Jahre beeinflusst. Bereits in diesem frühen Werk zeigt sich Hassebrauks Vorliebe für das Elegante und das Schöne.

Hassebrauk formte das eindrucksvolle Gesicht seiner Frau ganz aus der Farbe heraus. Es ist eine ausgezeichnete frühe Arbeit, mit kräftigen rot-violetten und grünen Akzenten, die mit dem Schwarz des Kleides kontrastieren. Ganzseitig farbig abgebildet in: Ernst Hassebrauk. 100 Werke. Galerie am Sachsenplatz, Leipzig 1988, Abb. 15. - 

Pastell und Graphit auf leichtem Karton. 1939. 55,3 x 37,2 cm, gerahmt. Verso signiert, datiert, betitelt und als "unverkäuflich" bezeichnet. € 6'800.-

Peiffer-Watenphul: Cap Sunion

Von seiner Wahlheimat Italien aus reiste Max Peiffer-Watenphul (1896 - 1976) erstmals 1961 nach Griechenland, nach 1964 dann regelmässig. Die südliche Landschaft war für ihn Arkadien. In stillen, gedämpften Farben stellt er ihre Schönheit dar. Störende Menschen kommen in ihr nicht vor. Cap Sunion, an der Südspitze Attikas gelegen, war schon zu Zeiten Homers ein heiliger Ort. Die Tempelsäulen fügen sich in die Reihe aus Zypressen und Olivenbaum. Zur Landschaft gehört die Historie mit ihren Überresten. Der Künstler selbst hat es 1966 so zusammengefasst: "Meine Werke sind entstanden aus der Liebe zum Mittelmeer und seiner Welt. Wer die Antike liebt, die Landschaft mit ihren Ölbäumen und dem silbernen Laub, das sich immerzu verändert, mit ihren Zypressen, ihren klaren Berglinien, ihren ›Purpurgolfen‹, der wird sie in meinen Bildern wiederfinden und wird sich ihrem Zauber nicht entziehen können."  

Cap Sunion. 1967. - Lithographie in drei Farben. Darstellung: 41,5 x 33 cm; Papier: Bütten, 40 x 51,5 cm, gerahmt. Pasqualucci D93. - Nr. 133 von 300 Abzügen. Signiert. Ars librorum (aus der Mappe 'Ithaka'). € 580.-

Hans Erni: Die Frau lenkt ...

Die selbstbewusste junge Frau zügelt wohl nicht nur die Pferde. Sie trägt die Züge von Doris, die Hans Erni 1949 als 17-jährige heiratete. Immer wieder greift Hans Erni zu Sujets aus der grichischen Antike. Dies ist sicher dem Einfluss seines Freundes André Bonnard zuzuschreiben. Wie Hans Erni war auch er verfemt und geächtet wegen seines Eintretens für Frieden und Völkerverständigung. In der Zeit des Kalten Krieges bot die griechische Erhabenheit die Kulisse für die Freude an Kraft und Sinnlichkeit.
Hans Erni, Jeux Attiques. Lithographie in fünf Farben. 1955. Darstellungsgrösse 47,5 x 58 cm. 1 von 175 Exemplaren. Num. und vom Künstler handsigniert. Abgebildet bei Pierre Cailler, Catalogue de l'oeuvre lithographié et gravé de Hans Erni, Nr. 139. Gerahmt. € 580.- 

 

HAP Grieshaber

Tod und Jüngling

Als die deutsche Einheit nur noch rituelles Lippenbekenntnis von Politikern war, lebte HAP Grieshaber (1909-1981) diese praktisch. Immer wieder fuhr er in der die DDR, um dort auszustellen, zu signieren, um Kontakte zu pflegen . Ein erster Höhepunkt dieses Engagements war 1966 der Basler Totentanz: 40 Holzschnitte über die Vergänglichkeit menschlichen Strebens, die Dialoge von Albert Kapr in Leipzig in Holz geschnitten, die Farbholzschnitte in den Werkstätten der Leipziger Hochschule für Graphik und Buchkunst gedruckt, das Werk in Dresden verlegt. Grieshaber wollte unbequem sein. Unter den Holzschnitt „Love“ schrieb Wolf Biermann eigenhändig Grieshaber gewidmetes und auf Mai 1966 datiertes Gedicht. Im Jahr zuvor war dieser in der DDR mit Publikations- und Auftrittsverbot belegt worden. 

Holzschnitt in 2 Rottönen und Mittelblau mit als Faksimile wiedergegebenem Gedicht von Wolf Biermann in Dunkelblau / Kochi Japanpapier, unten rechts unterhalb der Darstellung signiert. 67 x 52 cm. Fürst 71/56. Gerahmt. € 800.-.


Ludwig von Hofmann: Kohlezeichnung

Beeinflusst von der Flächenkunst des Jugendstils, setzte Ludwig von Hofmann (1861-1945) seine Vorstellung von einem Arkadien um: Sehnsucht nach hellenischer Schönheit, nach Jugend, Natur und Körperlichkeit waren der Gegenentwurf zu einer Welt, die immer stärker von Industrialisierung und Verstädterung geprägt wurde. Dem gekonnten Spiel von Licht und Schatten seiner Zeichnungen verdankte von Hofmann seinen künstlerischen Durchbruch. Im Berlin der Jahrhundertwende gehörte er zu den gefragten Künstlern. Er war umstritten, denn seine Konzeption jugendlicher, sinnenfroher Freitheit war unvereinbar mit den Konventionen der wilhelminischen Gesellschaft.

Ludwig von Hofmann, Kniendes Mädchen.  Kohlezeichnung, 48 x 33 cm, ca. 1896, rechts unten monogrammiert. Gerahmt, Museumsglas. - In der grossen Darmstädter Ausstellung über Ludwig von Hofmann war das Bild zu sehen; abgebildet in: Ludwig von Hofmann: Arkadische Utopien in der Moderne, Ausstellungskatalog, Darmstadt 2005, S. 215  € 5'000.

Max Liebermann: Frauenkopf

Wer in der Berliner Gesellschaft von um 1900 dazu gehören wollte, liess sich von Max LIEBERMANN (1847 - 1935) porträtieren. Und es gab eine Frau, die von vielen Künstlern der Zeit porträtiert wurde: die grosse Schaupielerin Tilla Durieux. Ernst Barlach, Karl Walser, Emil Orlik, Hermann Haller, Eugen Spiro, Olaf Gulbranson, Franz von Stuck, Auguste Renoir, Max Slevogt, Lovis Corinth, Max Oppenheimer und ...  auch Max Liebermann stellten sie dar. In ihren Memoiren kokettiert sie mit den Rummel der Künstler um ihre Person. Unzweifelhaft genoss sie deren Verehrung. Auch wenn in der wissenschaftlichen Literatur an einer Stelle das Gegenteil behauptet wird, lassen die unzähligen Vergleichsabbildungen keinen Zweifel daran, dass es sich bei Liebermanns Frauenkopf um Tilla Durieux handelt.

Max Liebermann, "Frauenkopf": Tilla Durieux. Lithographie auf Japan, 43 x 31 cm, ca. 1920, links unten signiert. Verglast und mit Rahmen. - Achenbach 115. - € 900.-

Luzern aus der Vogelperspektive

Der Böhme Wenzel Hollar (1607-1677), Schüler von Matthäus Merian, gehört zu den bedeutendsten Zeichnern und Kupferstechern seiner Zeit. Ausgedehnte Reisen führen ihn durch Europa. Rund 400 Zeichnungen und über 3000 Radierungen umfasst sein Werk. Hollr war nicht nur ungeheuer fleissig, sondern auch von dokumentarischem Realismus geleitet. Seine Ansichten sind ein genaues Abbild der Stadt zur Zeit des 30-jährigen Krieges.
Die Ansicht zeigt 95 nummerierte Gebäude und Örtlichkeiten, die in der Legende bezeichnet und erklärt werden.Winzige Menschen bevölkern Plätze und Strassen. In den zwei Vignetten neben der Legende wird das Martyrium der beiden Stadtpartone, des Heiligen Leodegar und des Heiligen Mauritius, dargestellt. Im Mittelpunkt der grossen farbenprächtigen Kartusche am rechten Rand halten zwei Löwen das Wappen. 


Hollar, Wenzel: Lucerna Helvetiorum Vulgo Lucernn. - Amsterdam, um 1660. Gouachierter Kupferstich. Mit ausführlicher Legende, Wappenkartusche und Detailansichten der Stadtheiligen. Darstellung 31,3 x 48 cm, Blattgrösse 44,5 x 58 cm, gerahmt. 1250,00 €

Ansicht von Süden.